Zum Inhalt

Im Bild: Oberer Stadtplatz Foto: Watzek

Im Bild:

KLANGstadt Hall in Tirol

KLANGstadt Hall in Tirol

Klangstadt 2022

Am Samstag, den 23. Juli 2022 wird Hall in Tirol erneut zur KLANGstadt. Das beliebte Volks- und Volx-Musik-Festival, das seit 2010 viele Besucher(innen) anlockt, wird vom „Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung (ivk)“ und vom „Stadtmarketing Hall in Tirol“ veranstaltet.
Von 18 bis 22 Uhr werden in den Gastgärten und Plätzen von Restaurant Geisterburg, Kulturlabor Stromboli, Rathauscafé und Café Roseneck (erstmals Partner der KLANGstadt) insgesamt sechs Gruppen der traditionellen und innovativen Volksmusik auftreten und nonstop musizieren. Der Eintritt ist frei. Da die Musikgruppen an jedem Spielort zur vollen Stunde wechseln, bietet sich auch „Hockenbleibern“ ein abwechslungsreiches Programm. Bei Schlechtwetter finden die Konzerte in den genannten Lokalen statt.
Das diesjährige Programm bringt neben neuen Gruppen, die zum ersten Mal in Hall auftreten, auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Der Wiener Ausnahmemusiker Albin Paulus, der 2020 mit seiner Gruppe „Hotel Palindrone“ bei der KLANGstadt zu Gast war, wird diesmal solistisch auftreten. Er jodelt mit Beat, vollführt Bodypercussion und Obertongesang, spielt Dudelsack, Maultrommel, ein kurioses Instrument namens Wobblephone und andere Überraschungsinstrumente und führt mit Augenzwinkern sämtliche Klischees ad absurdum. Auf ungewöhnlichen, zum Teil selbstgebauten und erfundenen Instrumenten sowie mit seiner Stimme erschafft er neue Klangwelten.
Die steirische Gruppe Aniada a Noar zählt zu den Legenden der „Neuen Volxmusik“ in Österreich und auch zu den KLANGstadt-Urgesteinen, war sie doch schon bei der allerersten KLANGstadt 2009 (damals in Innsbruck) und 2015 „in compagnia“ mit friulanischen Musikern in Hall. „Heimat ist Tiefe, nicht Enge“, lautet ihr Motto. Dier Gruppe besteht seit rund 40 Jahren. Ihr Zuhause ist das Steirische, aber die Steiermark grenzt in ihren Liedern an Slowenien, Friaul, Ungarn, Frankreich, Irland oder Schweden. Witz gesellt sich in dieser „Noarn“ (Narren)-Musik zu Tiefgründigkeit und Melancholie.

Das ladinische Trio Cordes y Butons (Südtirol) – auf Deutsch: „Saiten und Knöpfe“ – entführt mit seinen Stimmen und Instrumenten in einen großen experimentellen Klangraum mit Einflüssen aus den Alpen, Irland, Russland, Polen und den nordischen Ländern. Die Gruppe war eine der großen Überraschungen der letztjährigen KLANGstadt, weshalb sie – nun in ihrer Originalbesetzung – erneut eingeladen wurde.

Das Trio Landor, dessen Mitglieder aus dem Pustertal in Südtirol stammen, spielt hingegen zum ersten Mal bei der KLANGstadt in Hall. Das Konzept der nun teils in Tirol und Wien lebenden Musiker bzw. Musikerin besteht darin, gegen alle Genre-Scheuklappen auf Akustikgitarre, Geige, Stimme, Bassklarinette und Holzquerflöte eigenständige Musik zu machen. Einflüsse aus schwedischem Folk, keltischer Musik, Bluegrass, Pop, Performance Art, Jazz und alpinen Tanzmusik-Manuskripten vermengen sich zu einer Art „Art-Pop-Noice-Folk“.

Jung und ebenfalls erstmals bei der KLANGstadt ist auch Messis Cellogruppe, ein Bregenzerwälder „Streicherkollektiv“. Der ungewöhnliche Name ist weder auf eine unbeherrschbare Sammelwut noch auf einen berühmten Fußballer zurückzuführen, sondern auf den Schwarzenberger Pfarrer, der die jungen Musikerinnen, die auf Geigen, Cello und Kontrabass spielen und singen, als „Cellogruppe“ bezeichnete und ihnen für eine schöne Messgestaltung dankte. Die Gruppe unter der Leitung der renommierten Musikerin Evelyn Fink-Mennel wurde erst im letzten Jahr gegründet und schöpft aus der Fülle der Bregenzerwälder Musiktradition.

Auch das T.T.T. Project um den charismatischen Trentiner Musiker Renato Morelli, unter anderem mit seiner „Jazzmerband Ziganoff“ schon mehrmals zu Gast in Hall, ist eine sehr junge Gruppe. Die fünf Musikerinnen und Musiker stammen aus dem Trentino, Tirol und Venetien und führen ihr Publikum auf einer multikulturellen musikalischen Route durch halb Europa. Dabei nehmen sie bestimmte Regionen, mit denen sie musikalisch verbunden sind, besonders in den Fokus: Süd- und Nordtirol, Trentino und Transsilvanien. Aus diesem Programm leiten sie ihren Band-Namen ab. Das Repertoire des „T.T.T. Project“ umfasst Klezmermusik (traditionelle Musik der aschkenasischen Juden), Stücke aus dem Trentino aus der bekannten Sonnleithner-Sammlung (1819) und Traditionelles aus Ungarn, Tirol und dem Trentino.

Programm:

Restaurant Geisterburg
18.00 Uhr Landor
19.00 Uhr Messis Cellogruppe
20.00 Uhr T.T.T. Project
21.00 Uhr Aniada a Noar

Rathauscafé
18.00 Uhr T.T.T. Project
19.00 Uhr Aniada a Noar
20.00 Uhr Messis Cellogruppe
21.00 Uhr Cordes y Butons

Kulturlabor Stromboli
18.00 Uhr Cordes y Butons
19.00 Uhr Albin Paulus
20.00 Uhr Landor
21.00 Uhr T.T.T. Project

Café Roseneck
18.00 Uhr Messis Cellogruppe
19.00 Uhr Cordes y Butons
20.00 Uhr Albin Paulus
21.00 Uhr Landor