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Im Bild: Oberer Stadtplatz Foto: Watzek

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Im Portrait: Schönberg

Im Portrait: Schönberg

Schönberg © Arnold Schönberg Center

Einer der großen und für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts einflussreichsten Komponisten, Arnold Schönberg, würde 2024 seinen 150. Geburtstag feiern. Gemeinsam mit dem Haus der Musik hat musik+ letzte Saison mit „Pierrot Lunaire“ einen Zyklus begonnen, der bis 2024 auf unterschiedliche Weise die Vielseitigkeit des Komponisten in den Fokus rückt.

Dieser Abend steht im Zeichen der Verbindung von Kunstformen und Freundschaft. Schönberg verfasste sein spätromantisch- orchestrales Streichersextett, das auf Richard Dehmels „Verklärte Nacht“ basiert, im Sommer 1899. Die expressiv aufgeladene Musik spiegelt die Dramatik des Gedichts über eine unkonventionelle Liaison wider: Ein Paar geht im Mondlicht durch die Nacht, die Frau trägt das ungeborene Kind eines Anderen, der Geliebte nimmt beide an.

Diesen Sommer verbrachte Schönberg mit Zemlinsky, seinem Lehrer, Mitstreiter für Neue Musik und späteren Schwager. Auch Zemlinsky war von der Literatur beeinflusst, zu hören sind seine „Fantasien über Gedichte von Richard Dehmel“.

Am Ende der tonalen Phase steht ein für Schönberg sehr wichtiges Werk als Wendepunkt, die „1. Kammersymphonie op.9, mein Schmerzenskind: eine meiner allerbesten Sachen, und bis jetzt (wegen schlechter Aufführungen!) noch recht unverstanden.“ Dehmels Gedichte und Texte von Schönberg liest Harald Windisch.

SCHÖNBERG, ZEMLINSKY
Verklärte Nacht op. 4, Kammersymphonie op. 9
Fantasien über Gedichte von Richard Dehmel

La maison illuminée
Ltg: Oswald Sallaberger
Harald Windisch – Sprecher