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Im Bild: Oberer Stadtplatz Foto: Watzek

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IM PORTRAIT: GÉRARD GRISEY

IM PORTRAIT: GÉRARD GRISEY

Klangforum Wien ©Tina Herzl

GRISEY, APERGHIS (UA), RYDZEWSKA

Klangforum Wien
Ltg: Baldur Brönnimann
19 Uhr – Einstimmung

Gérard Grisey gehört zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Immer wieder haben wir seine Werke aufgeführt, u.a. im Zusammenspiel mit einem Pulsar Le noir de l’étoile oder Vortex temporum. Das Klangforum Wien lässt eines seiner wichtigsten Werke erklingen: Quatre Chants pour franchir le seuil (Vier Lieder zum Überschreiten der Schwelle), eine musikalische Meditation über den Tod in vier Teilen von vier unterschiedlichen Zivilisationen aus betrachtet.

Grisey vertonte u.a. Inschriften ägyptischer Sarkophage oder altgriechische Gedichte. Am Ende steht ein zartes Wiegenlied, nach Grisey nicht für das Einschlafen gedacht, sondern für das Erwachen einer Menschheit, die endlich von ihrem Albtraum befreit ist. Besonders an diesem Abend ist auch die Uraufführung Tag ohne Nacht des griechischen Wahlfranzosen Georges Aperghis. Bei uns weniger bekannt, gehört er zu den wichtigsten Künstlern unserer Zeit. In seinem Schaffen liegt ein Schwerpunkt auf Musiktheater und die enge Verbindung der unterschiedlichen Kunstformen. Die junge polnische Komponistin und Klarinettistin Żaneta Rydzewska lässt sich in ihrer Musik u.a. von Natur, Physik, Philosophie wie auch zwischenmenschlichen Beziehungen inspirieren. Das Klangforum interpretiert, die im Sommer uraufgeführte Auftragskomposition, to my stars.