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Im Bild: Oberer Stadtplatz Foto: Watzek

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Rekord bei Eheschließungen – Emma und Maximilian als beliebteste Vornamen

Anlässlich der Verbandsversammlung des Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverbandes Hall in Tirol wurde die aktuelle Statistik über Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle vorgestellt.


Nach Auflockerung der strengen Bestimmungen der Corona-Ausgangsbeschränkungen finden am Standesamt in Hall in Tirol unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen nun wieder regelmäßig Trauungen und der normale Parteienverkehr statt. Bei der jüngsten Verbandsversammlung des Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverbandes Hall in Tirol, zu dem auch die Gemeinden Absam, Thaur, Gnadenwald, Mils, Ampass, Tulfes und Rinn gehören, konnte Standesamtsleiter Hermann Theis interessante Zahlen für das Jahr 2019 präsentieren: „328 Trauungen sind rekordverdächtig für das Standesamt Hall in Tirol. Ich bin seit über dreißig Jahren als Standesbeamter tätig und kann mich nur an eine ähnliche hohe Zahl Ende der 1980er Jahre erinnern.“ Die Gründe für die große Nachfrage an einer Hochzeit in Hall in Tirol sind vielfältig, wie Theis erklärt: „Das war eine stetige Entwicklung, die sicher damit zusammenhängt, dass unser Trauungssaal im Rathaus einmalig und das Ambiente mit dem Innenhof wunderschön ist. Dazu kommt, dass es früher üblich war, am Wohnort zu heiraten. Heute begrüßen wir Brautpaare nicht nur aus Tirol, sondern aus ganz Österreich und sogar aus dem näheren Ausland wie etwa Deutschland.“


Emma und Maximilian
1.012 Geburten, aufgeteilt in 491 Mädchen und 521 Buben, zeichnet die Statistik für das Jahr 2019 auf. „Die für unsere Stadt mit knapp 14.000 Einwohnern recht hohe Zahl kommt durch die Geburtsstation des Landeskrankenhaus Hall zustande, wo Frauen aus dem ganzen Bezirk und auch aus dem Bezirk Schwaz entbinden“, erläutert der Standesamtsleiter. Beliebteste Vornamen im Vorjahr waren Emma (14), Emilia (12) und Matilda (10) sowie Maximilian (15), Felix (14) und Leo (13). „Maximilian ist aber nicht etwa wegen des Jubiläumsjahres so beliebt gewesen, der Name hält sich schon ein paar Jahre weit vorne. Generell bleiben gewisse Vornamen immer ein paar Jahre in der Statistik in den Top-Ten, um dann wieder abgelöst zu werden. Bei den Mädchennamen war z.B. Julia in den letzten Jahren sehr beliebt und ist 2019 nur noch auf Rang 20 zu finden.“ Interessant sei auch die Entwicklung, dass kurze Vornamen bevorzugt werden. Vermutlich um Abkürzungen bzw. Spitznamen entgegenzuwirken, so Theis.


Sterbefälle im Vorjahr
297 Sterbefälle – 159 weiblich/138 männlich – wurden im Vorjahr vom Standesamt Hall in Tirol gezählt. „Diese Zahl ist auf das Landeskrankenhaus Hall und das Hospizhaus Tirol zurückzuführen. Die Statistik ist bei den Sterbefällen allerdings speziell: Im Gegensatz zu Geburten, die am Geburtsort vom Standesamt aufgenommen werden müssen, kann die Beurkundung des Todesfalls auch vom zuständigen Standesamt des jeweiligen Wohnorts vorgenommen werden“, beschreibt Hermann Theis das bei Sterbefällen übliche amtliche Verfahren.

 

Hermann Theis, Leiter des Standesamtes Hall in Tirol (Fotonachweis: Stadtmarketing Hall in Tirol)