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Im Bild: Oberer Stadtplatz Foto: Watzek

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Kunst und Klima: Das Kulturlabor Stromboli ist Klimabündnis-Betrieb

„Der Schutz unserer Umwelt hat gegenwärtig die höchste Priorität“, sagt die Geschäftsführerin des Stromboli in Hall, Julia Mumelter. In diesem Sinne hat sich das Kulturlabor auf den Weg gemacht und ist seit Kurzem Klimabündnis-Betrieb.

Von Energie, Mobilität und Abfall bis hin zu Beschaffung, Verpflegung und Kommunikation – Das Klimabündnis Tirol begleitet Unternehmen mit einem KlimaCheck auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Auf den Zug aufgesprungen ist nun auch das Kulturlabor Stromboli. Das weit über Hall hinaus bekannte Kulturzentrum möchte seine Rolle als Kunstvermittler nutzen, um das Thema Nachhaltigkeit an den Mann und die Frau zu bringen. „Mit rund 150 Veranstaltungen im Jahr erreichen wir sehr viele Menschen in der Region. Das gibt uns die Möglichkeit gesellschaftspolitische Denkanstöße zu geben. Die Klimakrise ist die Herausforderung dieses Jahrhunderts, dafür möchten wir das Bewusstsein schärfen“, so die Geschäftsführerin Julia Mumelter.

Mit gutem Beispiel voran
Aber nicht nur in der Bewusstseinsbildung und Kommunikation nach außen hat sich das Stromboli Ziele gesetzt. Auch bei den internen Abläufen wird sich einiges tun. Gemeinsam mit dem Team von Klimabündnis Tirol wurden vielfältige Maßnahmen für die kommenden Jahre ausgearbeitet, die Schritt für Schritt zu einer nachhaltigen Kulturarbeit führen. Ein Fokus liegt dabei auf einer durchdachten Veranstaltungsorganisation im Sinne von Green Events Tirol: Geschirrverleih statt Einweggeschirr bei Großveranstaltungen, Verzicht auf Portionsverpackungen zum Beispiel beim Zucker, Fairtrade-Kaffee, fleischlose Speiseangebote im Café und vieles mehr steht auf der Agenda. Durch die Umstellung möchte sich das Kulturlabor als Green Event Tirol Location qualifizieren.

Ein starkes Netzwerk
„Schon kleine Änderungen im Betrieb können Großes bewirken“, beteuert Klimabündnis-Geschäftsführer Andrä Stigger. „Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir das gemeinsame Ziel der Energieautonomie Tirol 2050 erreichen.“ Über 1.200 Betriebe haben sich österreichweit bereits der Klimabündnis-Idee verschrieben. In Tirol wird das Programm mit Unterstützung des Landes Tirol seit drei Jahren für Betriebe angeboten. Bisher haben sich rund 35 Unternehmen dem KlimaCheck unterzogen – darunter die Tirol Kliniken, das BFI, die Burg Hasegg und das Salzlager Hall.

Über das Klimabündnis Tirol
Beim Klimabündnis wird das Credo „Global denken, lokal handeln“ wörtlich genommen. Eine globale Partnerschaft verbindet lokale AkteurInnen – wie Gemeinden, Betriebe oder Schulen – mit Organisationen im Amazonas-Gebiet in Brasilien. Gemeinsames Ziel der solidarischen Partnerschaft ist der Erhalt des Regenwaldes und der Rechte indigener Menschen. Gleichzeitig setzt sich das Klimabündnis für einen klimafreundlichen Lebensstil in Tirol ein. „Es braucht ein globales Netzwerk um der Klimakrise – der Herausforderung des 21. Jahrhunderts – entgegen zu treten“, sagt Klimabündnis-Geschäftsführer Andrä Stigger.

 

Andrä Stigger (links), Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol, begrüßt das Team des Stromboli Kulturlabors im Netzwerk der Klimabündnis-Betriebe: (von links): Alena Jud, Anita Burgsteiner, Brigitte Mumelter, Martina Brandner, Daniel Sailer, Berthold Schwan, Julia Mumelter und Johannes Bodner. (Foto: Samuel Pfohl)