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Im Bild: Oberer Stadtplatz Foto: Watzek

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KLANGstadt Hall in Tirol, 25. Juli 2020

Am Samstag, den 25. Juli 2020 wird Hall in Tirol erneut zur KLANGstadt. Das beliebte Volks- und Volx-Musik-Festival, das seit 2010 viele Besucher(innen) anlockt, wird vom „Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung“ und vom „Stadtmarketing Hall in Tirol“ veranstaltet. 

KLANGstadt Hall in Tirol, 25. Juli 2020

 Aufgrund der Corona-Situation wird das Festival diesmal in einer reduzierten Form stattfinden, kürzer als gewöhnlich und ohne das Wandern der Musikgruppen und des Publikums. Von 17.00 bis 19.30 Uhr werden in den Gastgärten und Plätzen von Restaurant Geisterburg, Kulturlabor Stromboli und Rathauscafé insgesamt sechs Gruppen der traditionellen und innovativen Volksmusik musizieren. Der Eintritt ist frei, doch ist es erwünscht, sich bei den genannten Lokalen anzumelden, um einen Sitzplatz zu reservieren. Ohne Sitzplatz ist diesmal leider kein Zutritt möglich. Bei Schlechtwetter finden die Konzerte in den Lokalen statt.

Das diesjährige Programm bringt mit nur einer Ausnahme Gruppen, die zum ersten Mal in Hall gastieren. Alpkan (Oberösterreich) schlägt auf eine pfiffige Weise Brücken von der Musik des Alpenraums zur Rhythmik und Klanglichkeit des Balkans. Die Gruppe wurde 2018 mit dem oberösterreichischen Volkskultur-Förderpreis ausgezeichnet. Hotel Palindrone (Wien) zählt zu den renommierten Gruppen der Neuen Volksmusik und verbindet archaische Klänge mit Jazz, Pop, Elektronik und Jodeln. Jung & Frisch (Tirol) hat sich der traditionellen alpenländischen Volksmusik verschrieben. Die drei jungen Frauen auf Harmonika, Geige und Harfe arrangieren alte Stücke neu. Das Quartett Klakradl (Kärnten) hingegen durchstreift den Jazz, das traditionelle Kärntnerlied und gängige Filmmusik-Tunes. 
Pflanzplätz (Schweiz) mit Andreas Gabriel an der Geige als Gast ist eine Größe der Neuen Volkmusik in der Schweiz. Auf Instrumenten wie Langnauerli, Halszither, Trümpi, Gitarre, Cajon und Geige spielt das Quartett Eigenes auf der Grundlage schweizerischer und europäischer Musiktraditionen. Die Jazzmer-Band Ziganoff begeistert nunmehr zum dritten Mal bei der KLANGstadt. Das mitreißende Sextett aus Trient spielt Musik der Minderheiten in Italien, Partisanenlieder, Jazz und Klezmermusik.

Infos: siehe auch www.klangstadt.at

Programm

Restaurant Geisterburg – www.geisterburg.at

17:00 Alpkan
18:15 Klakradl

Rathauscafé – www.rathauscafe-hall.at

17:00 Jung & Frisch
18:15 Ziganoff Jazzmer-Band

Kulturlabor Stromboli – www.stromboli.at

17:00 Hotel Palindrone
18:15 Pflanzplätz

Gruppenporträts

 

Alpkan (Oberösterreich)

Alpkan (Foto: Künstler)

… ist ein Quintett aus dem Raum Linz/Perg/Steyr und spielt laut Eigendefinition „Musik von irgendwo zwischen Alpen und Balkan“. Auf der Suche nach der Zuordnung eines Musikstils könnte man auch „Neue Volksmusik“ oder „Alpine Weltmusik“ dazu sagen. Mit der Besetzung Trompete, Tuba, Posaune, Gitarre, Schlagzeug und Gesang wird traditionelle Volksmusik aus Österreich und Südosteuropa mit Einflüssen aus Funk, Rock und Jazz fusioniert – teils mit Mundart-Texten, teils auf Kroatisch, teils instrumental, immer mit humorvollen Untertönen.  
Ende 2018 erhielt Alpkan den oö. Volkskultur-Förderpreis – der Jury-Kommentar beschreibt die Intention der fünf Musiker wie folgt: „In diesem Fall war es der Grundgedanke, Volksmusik weiter zu denken, der die Jury überzeugt hat. Der Name der Gruppe steht zugleich für das Programm: Alpine Volksmusik wird mit Musik aus den Balkanländern zu einem neuen Sound vermischt. Das höchst aktive Quintett fügt sich damit wunderbar in die ‚Neue Volksmusik‘ ein, die damit einen weiten Interessentenkreis ansprechen wird.“

Doktor Kastler: Trompete, Flügelhorn, Kornett, Gesang
El Castlero: Posaune, Tenorhorn, Gesang
Steri Geiner: Gitarre, Gesang
Herr Stockinger: Tuba, Gesang
Sherwig Hinnerl: Schlagzeug, Gesang
Website: www.alpkan.at

Hotel Palindrone (Wien)

Hotel Palindrone (Foto: Steiermarkhof Kipper)

… ist europäische Volksmusik im neuen Jahrtausend. Sie schauen auf den ersten Blick wie ganz normale Musiker aus, doch der Schein trügt! Schon allein ihre unzähligen teils eigenartigen Instrumente geben Rätsel auf. In jedem steckt nämlich ein unbeirrbarer Querdenker, der nur ein Ziel hat: das musikalisch Unmögliche zu wagen. Sie schaffen es, die verrücktesten Kombinationen aus Folk und Volksmusiktraditionen, archaischen Klängen, Jazz, Elektronik, Pop, Klassik und sogar Jodeln zu einem neuen, sprühenden, kraftgeladenen Stil zu vereinen, „und das Hinreißende daran: man fühlt keine Schweißnähte. Alles ist einfach: Musik“ (Guido Tartarotti, Kurier).

Albin Paulus: Klarinette, Maultrommeln, Dudelsäcke (Bock, Sackpfeife), Flöten, Bombarde, Stimme, Jodeln
Stephan Steiner: Violine, Drehleier, Diatonisches Akkordeon, Nyckelharpa, Stimme
Andreas Neumeister: Gitarre, Stimme
Peter Natterer: E-Bass, Saxofon, Klavier
Website: www.hotelpalindrone.com

Jung und Frisch (Tirol)

Jung und Frisch (Foto: Künstler)

… war 2004 ursprünglich ein Gesangsduo und wurde von den Eltern an der Gitarre begleitet. Allmählich wuchs die Idee, beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck teilzunehmen und aus dem Gesangsduo wurde ein Volkmusik-Trio. Dem Erfolg beim Wettbewerb folgten viele weitere unvergessliche Auftritte in Österreich, in der Schweiz, in Bayern und in Südtirol. Mittlerweile erschienen bereits drei CDs.
Das Repertoire der Gruppe besteht großteils aus traditionellen alpenländischen Volksmusikstücken. Die Musikantinnen arrangieren alte Stücke neu und schneidern sie für ihre Gruppe zurecht. Außerdem spielen sie auch neu komponierte Stücke junger und älterer Volksmusikbegeisterter aus dem Alpenraum. Neben dem Musizieren darf auch das Singen alter Volkslieder im dreistimmigen Satz nicht fehlen.

Katharina Kuen: Harmonika, Ziehharmonika, Stimme
Anna Rausch: Geige, Stimme
Maria Schnegg: Harfe, Stimme
Website: www.jungundfrisch.at

Klakradl (Kärnten)

Klakradl (Foto: Stefan Grauf-Sixt)

Beim Singen kommen die Leut’ zamm – und manchmal bleiben sie dann auch beieinander. Beim Musikerduo [:klak:] und dem Kabarettduo RaDeschnig ist genau das passiert und seitdem tourt das Kärntner Quartett voll Karacho auf ihrem „Klakradl“ durch das vielseitige Repertoire der Musikstile. Dabei trifft musikalische Virtuosität auf bodenständige Texte, strenge Kammermusik auf experimentelle Auszucker und geselliges Humptata auf große Lyrik. „Von Kamot bis Radau“ durchstreift man den Jazz, das traditionelle Kärntnerlied oder gängige Filmmusik. Man begegnet Enten, Katholiken, sowie Blaskapellen und erlebt einen äußerst abwechslungsreichen Konzertabend.

Stefan Kollmann: Akkordeon, Stimme
Markus Fellner: Klarinette, Stimme, Cajón
Birgit Radeschnig: Stimme, Akkordeon, Gitarre
Nicole Radeschnig: Stimme, Klarinette
Website: www.klakmusic.com

Pflanzplätz (Schweiz)

Pflanzplätz (Foto: Janosch Hugi)

… spielt einen Mix aus traditioneller und moderner Schweizer Volksmusik, wobei auch ausländischer Folk nicht zu kurz kommt. Alles wird mit einem Schuss Improvisation angereichert. Dominierend sind das Schwyzerörgeli und der Kontrabass, andere Instrumente wie Gitarre, Cajon, Langnauerli, Halszither, Trümpi oder Gesang werden aber auch ab und zu eingesetzt. Den drei Musikanten ist es wichtig, jedem Stück den eigenen Stil zu verleihen, der sich von der heute gängigen „Örgelimusig“ unterscheiden soll. Mit Experimentier- und Spielfreude, speziellen Eigenkompositionen sowie Einbezug stilfremder Elemente wird diese Eigenständigkeit noch zusätzlich gefördert. Sehr gerne musizieren die drei Pflanzplätzler mit anderen Musikern, zum Teil auch aus anderen Stilrichtungen zusammen.

Thomas Aeschbacher: Schwyzerörgeli, Langnauerli, Cajón
Jürg Nietlispach: Kontrabass, Gitarre, Halszither, Trümpi
Simon Dettwiler: Schwyzerörgeli, Langnauerli
plus Gast Andreas Gabriel: Geige
Website: www.pflanzplaetz.ch

Ziganoff Jazzmer-Band (Trient)

Ziganoff (Foto: Künstler)

„Vom Klezmer zum Jazz über die Route Tzigane.“ – Das Anliegen der von Renato Morelli gegründeten Ziganoff Jazzmer-Band ist es, die verschütteten Verbindungen zwischen Klezmer, den Anfängen des Jazz und dem Gipsy-Swing Manouche freizulegen. Der Name der Gruppe ist mit der rätselhaften Persönlichkeit Mishka Ziganoff verbunden. Dabei handelt es sich um einen Ziehharmonikaspieler, der Jiddisch sprach, in Odessa geboren wurde und nach New York auswanderte, wo er in diversen Formationen Klezmer und Jazz spielte. Von ihm stammt die legendäre Einspielung von Koilen, einem Stück, das als Urform des Partisanenliedes Bella Ciao gilt. Mishka Ziganoff stellt den idealen roten Faden dar, der nicht nur den Klezmer, den Jazz und den Manouche-Swing verbindet, sondern auch an unsere musikalischen Wurzeln heranreicht.

Rossana Caldini: Violine
Renato Morelli: Akkordeon, Gitarre
Gigi Grata: Tuba, Susafon
Michele Ometto: Gitarre
Christian Stanchina: Trompete
Fiorenzo Zeni: Saxofon
Website: www.ziganoff.it